1,35 Millionen Euro für moderne Herzmedizin


1,35 Millionen Euro für moderne Herzmedizin –
Ministerpräsident Sven Schulze weiht neues Herzkatheterlabor der Asklepios Klinik Weißenfels ein
 
Der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Sven Schulze, besuchte am gestrigen Donnerstag die Asklepios Klinik Weißenfels, um das Herzkatheterlabor offiziell zu eröffnen. Seit Sommer steht die neue Anlage für Herzkatheter-Behandlungen zur Verfügung. Zahlreiche Patientinnen und Patienten konnten bereits von dem Gerät profitieren, das im Ernstfall viele Leben retten kann. Landesweit gehört die Klinik damit zu den drei besten Einrichtungen in Sachsen-Anhalt. Das Land hat das Projekt mit insgesamt 710.000 Euro gefördert.
 
Weißenfels, 31. Juli 2026. Die Asklepios Klinik Weißenfels setzt einen wichtigen Schritt in die Zukunft der Herzmedizin und schreibt Therapieerfolge fort: Ministerpräsident Sven Schulze hat heute das modernisierte Herzkatheterlabor der Klinik offiziell eingeweiht. Mit der Investition in Höhe von insgesamt 1,35 Millionen Euro stärkt die Klinik die kardiologische Versorgung in der Region und schafft optimale Voraussetzungen für eine moderne, sichere und schonende Behandlung von Herzpatientinnen und -patienten.
Für die neue Herzkatheteranlage erhielt die Asklepios Klinik Weißenfels eine Einzelförderung des Landes Sachsen-Anhalt in Höhe von 710.000 Euro. Zusätzlich investierte die Klinik 640.000 Euro aus Eigenmitteln, um diesen wichtigen Bereich der Klinik auszubauen und zu modernisieren.
„Ich freue mich sehr, dass wir mit dem neuen Herzkatheterlabor in der Asklepios Klinik Weißenfels eine lebensrettende Maßnahme voranbringen konnten. Das kommt vor allem den Menschen in der Region zugute, die im Ernstfall schnell und auf höchstem medizinischem Niveau behandelt werden. Als Landesregierung setzen wir uns dafür ein, gute Rahmenbedingungen für unsere Krankenhäuser zu schaffen. Denn eine leistungsfähige Gesundheitsversorgung gehört zu den wichtigsten Voraussetzungen für eine hohe Lebensqualität und einen starken Standort Sachsen-Anhalt“, sagt Ministerpräsident Sven Schulze.
 
Hervorragende Qualität bei Herzkatheter-Behandlungen
 
Bereits heute überzeugt die Weißenfelser Kardiologie mit sehr guten Ergebnissen. Aktuelle Auswertungen der Landesarbeitsgemeinschaft für sektorenübergreifende Qualitätssicherung Sachsen-Anhalt bestätigen die hohe Qualität bei Herzkatheter-Eingriffen in der Asklepios Klinik Weißenfels.
Im landesweiten Vergleich von 21 Kliniken erreicht die Einrichtung bei der Therapie mit einer sogenannten perkutanen Koronarintervention (PCI) einen Platz unter den drei bestplatzierten Krankenhäusern Sachsen-Anhalts. Die PCI wird unter anderem bei Herzinfarkten oder Durchblutungsstörungen des Herzens eingesetzt, um verengte oder verschlossene Herzkranzgefäße wieder zu öffnen.
 
„Diese Ergebnisse entstehen nicht durch einzelne Maßnahmen, sondern durch das Zusammenspiel vieler Faktoren: die hohe Kompetenz unseres Teams, etablierte Abläufe und die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer medizinischen Möglichkeiten“, erklärt Dr. med. Burcin Özüyaman, Chefarzt der Klinik für Kardiologie und Intensivmedizin.
 
Neue Anlage ermöglicht präzisere und schonendere Eingriffe
 
„Die neue Herzkatheteranlage ist ein Qualitätssprung“, ergänzt Dr. Özüyaman. So lassen sich die Bilder der Herzkranzgefäße noch exakter darstellen und ermöglichen dadurch eine präzisere Diagnostik und Therapie. Gleichzeitig kann bei vielen Untersuchungen weniger Kontrastmittel eingesetzt werden, wodurch die Nieren der Patientinnen und Patienten zusätzlich geschont werden. Darüber hinaus reduziert die Anlage die Strahlenbelastung im Vergleich zum bisherigen System.
In der Asklepios Klinik Weißenfels werden jährlich zwischen 300 und 450 Stent-Behandlungen durchgeführt. Dabei werden verengte Herzkranzgefäße mithilfe eines Katheters erweitert und mit einem Stent stabilisiert. Die hohe Zahl an Eingriffen und die moderne technische Ausstattung schaffen optimale Voraussetzungen für eine sichere und qualitativ hochwertige Versorgung – auch bei komplexen Krankheitsbildern.
 
„Unsere bisherige Herzkatheteranlage hat in den vergangenen Jahren mehr als 20 000 Untersuchungen ermöglicht. An ihr wurden vor allem Patientinnen und Patienten mit akuten Herzinfarkten versorgt. Keine andere Anlage hat in unserem Haus mehr Menschenleben gerettet. Dass wir diese Erfolgsgeschichte jetzt mit modernster Technik fortsetzen können, ist für unsere Patientinnen und Patienten ebenso wichtig wie für unser medizinisches Team“, sagt Till Sander, Geschäftsführer der Asklepios Klinik Weißenfels.
 
Für besonders schwer erkrankte Patientinnen und Patienten stehen zudem weitere moderne Verfahren zur Verfügung. Seit 2025 setzt die Klinik bei ausgewählten Hochrisiko-Eingriffen und bei kardiogenem Schock eine sogenannte Impella-Pumpe ein. Das kleine Herzunterstützungssystem kann die Pumpfunktion des Herzens vorübergehend entlasten und dadurch Herz und Kreislauf stabilisieren.