Lilly leidet an Hufrehe


Lilly leidet an Hufrehe
Mitarbeitende des Heimatnaturgartens pflegen erkrankte Eselin

Die 17-jährige Eselin Lilly leidet an chronischer Hufrehe, einer nicht heilbaren Krankheit. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Heimatnaturgartens Weißenfels kümmern sich fürsorglich um das Tier, damit das Leiden nicht weiter fortschreitet und der Eselin das Leben so erträglich wie möglich gemacht wird. Besonders wichtig bei dieser Erkrankung ist das richtige Futter in genau abgemessener Dosierung.

„Die mit ‚Hufrehe‘ bezeichnete Krankheit ist eine Entzündung der Huflederhaut“, erklärt Ute Radestock. „Die Ursachen sind vielfältig. Für das Fortschreiten ist vor allem die Ernährung entscheidend.“ Falsches und zu energiereiches Futter verschlimmere den Verlauf, so die Leiterin des Heimatnaturgartens weiter. „Damit die Lebensqualität Lillys nicht weiter beeinträchtigt wird, bitten wir die Gäste, die Eselin keinesfalls zu füttern.“

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Heimatnaturgartens kümmern sich fachmännisch um das kranke Tier: „Lilly erhält täglich nur Heu in ausreichender Menge. Zudem wird alle zwei bis drei Jahre das Bein geröntgt“, erklärt Ute Radestock. Auf dem Röntgenbild sei zu sehen, wie es um den Huf stehe und welche weiteren Maßnahmen noch ergriffen werden sollten. „Denn von Hufrehe betroffene Esel können Verhaltensänderungen zeigen. Sind die Schmerzen zu schlimm, ist das Tier weniger aktiv und kann sogar depressiv werden. Dem gilt es entgegenzuwirken.“

Der Weißenfelser Heimatnaturgarten befindet sich in der Langendorfer Straße 33. Der Tierpark ist eine lebendige zoologisch-botanische Einrichtung auf etwa 2,5 Hektar Fläche. Mehr als 60 Tierarten leben hier in naturnah gestalteten Gehegen. Neben dem Engagement für Natur- und Artenschutz bietet die Einrichtung Familien ein abwechslungsreiches Erlebnis. Der Tierpark hat dienstags bis freitags von 11 bis 17 Uhr und am Wochenende von 9 bis 17 Uhr geöffnet.

Foto: Das Röntgen des erkrankten Hufes ist für Eselin Lilly schmerzfrei. Dank des mobilen Röntgengeräts kann der Verlauf der Hufrehe in dem betroffenen Fuß genauestens verfolgt werden.
Bildquelle: Heimatnaturgarten Weißenfels